Bilanz

1.4. Vorgetragener Fehlbetrag (Kto. 204)

Grundsätzliches

Die Position „Vorgetragener Jahresfehlbetrag“ ist Bestandteil des Eigenkapitals und dort als Minusbetrag auszuweisen, da sie das Eigenkapital mindert.

Entsprechend § 26 Abs. 3 GemHVO-Doppik sollen Jahresfehlbeträge durch Umbuchung aus Mitteln der Ergebnisrücklage ausgeglichen werden.

Soweit ein derartiger Ausgleich nicht möglich ist, wird der Jahresfehlbetrag vorgetragen und unter der Position vorgetragener Fehlbetrag geführt.

Vorgetragene Jahresfehlbeträge können durch Jahresüberschüsse folgender Jahre ausgeglichen werden. Ist ein Ausgleich eines vorgetragenen Jahresfehlbetrages so nicht möglich, kann ein vorgetragener Jahresfehlbetrag frühestens nach fünf Jahren zu Lasten der Allgemeinen Rücklage ausgeglichen werden.

Über die Verwendung des Ergebnisses (Jahresüberschuss, -fehlbetrag) sowie über den Ausgleich von vorgetragenen Jahresfehlbeträgen entscheidet die Gemeindevertretung. Die Umsetzung erfolgt in der Bilanz des folgenden Jahres.

Eröffnungsbilanz

In der Eröffnungsbilanz kommt ein Ausweis unter der Position „vorgetragener Jahresfehlbetrag nicht in Betracht; aus dem letzten kameralen Haushaltsjahr übernommene Jahresfehlbeträge werden gem. § 54 Abs. 4 Satz 1 GemHVO-Doppik in der Eröffnungsbilanz unter der Position „Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag“ ausgewiesen.

Rechtliches-Informationen

GemHVO-Doppik  § 26§ 54 (juris)