Bilanz

2.6. für Dauergrabpflege (Kto. 236)

Grundsätzliches

Sonderposten für Dauergrabpflege sind anzusetzen, sofern die Kommune einen eigenen Friedhof betreibt und Gebühren für die Dauergrabpflege erhebt. Die Gebühren für die Dauergrabpflege werden in der Regel in einer Summe zu Beginn der Nutzungsdauer für eine Grabstelle und für die gesamte Laufzeit erhoben. Es handelt sich hierbei um Gebühren für die Pflege der Grabstelle durch die Kommune, die auf die Laufzeit (Nutzungsdauer) periodengerecht ertragswirksam aufzuteilen sind.

Der erhobene Betrag ist daher im Jahr der Erhebung entsprechend aufzuteilen. Der anteilige Betrag für das laufende Kalenderjahr ist unmittelbar als Ertrag zu verbuchen, der verbleibende Betrag für die künftigen Jahre der Laufzeit ist als Sonderposten für Dauergrabpflege im Konto 236 zu passivieren. In der Folge ist jährlich eine anteilige ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens über das Konto 4572 – Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Dauergrabpflege – vorzunehmen.

Eröffnungsbilanz

Sofern vorhanden und vollständig, sind die diesbezüglichen Werte aus der kameralen Rücklage (Sonstige Sonderrücklage) gem. § 19 Abs. 4 Nr. 12 GemHVO-Kameral zu übernehmen. Ansonsten ist eine Abgrenzung der bereits erhobenen Entgelte auf die noch verbleibende Restlaufzeit nach dem Bilanzstichtag vorzunehmen und als Sonderposten zu passivieren.

Rechtliches-Informationen

GemHVO-Doppik