Ergebnisrechnung

1.8. Aktivierte Eigenleistungen (Kto. 471)

Grundsätzliches

Hierunter werden Eigenleistungen der Gemeinden zur Anschaffung und Herstellung von Vermögensgegenständen verstanden, die zur dauerhaften Nutzung durch die Gemeinde bestimmt sind. Das heisst, dass diese Aufwendungen auch Herstellungskosten nach § 41 GemHVO-Doppik darstellen müssen (z. B. Personalaufwand für selbst erstellte Gebäude, Spielgeräte, usw.). Aktivierte Eigenleistungen werden als zusätzliche Ertragsposition aufgenommen, um eine Doppelbelastung in der Ergebnisplanung/-rechnung zu vermeiden. Diese entstünde sonst innerhalb der Nutzungsdauer durch die Abschreibungen auch auf den Teil der selbst erbrachten Leistung, der jedoch schon z. B. in den Personalaufwendungen enthalten ist. Die veranschlagten aktivierten Eigenleistungen müssen in ihrer Höhe mit den damit in Zusammenhang stehenden Anschaffungs- und Herstellungsaufwendungen übereinstimmen. Außerdem ist bei der ergebniswirksamen Veranschlagung das Bruttoprinzip und nicht die Nettomethode anzuwenden. Aus Gründen der Transparenz bietet sich beim Jahresabschluss eine zusätzliche Erläuterung dieses Sachverhalts im Anhang (§ 51 GemHVO-Doppik) an.

Buchungssätze

09xx Anlagen im Bau
an
4711 Aktivierte Eigenleistungen

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